Da ich nächstes Wochenende in die Niederlande nach Arcen auf das Elf Fantasy Fair Festival fahren werde, habe ich im Vorraus ein Interview mit dem Veranstalter Stefan Struik geführt.
Wie entstand die Idee zum Elf Fantasy Fair Festival und warum gibt es zwei Veranstaltungsorte?
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Zwei Vampire und ich als Zombie 2011 |
Das ist eigentlich schon 12 Jahre her. Ich habe da in Holland einige Läden gekannt, von Hexen- oder Druidenliebhabern und da habe ich gedacht, warum kann man da nicht etwas kombinieren, was auch ein bisschen Hintergrundinformation über solche Fantasie-Sachen bietet. Und da sollte auch Entertainment, also Shows und sowas, eine Rolle spielen. Und warum es zwei Orte gibt ist, weil eine Veranstaltung zu langweilig für mich geworden war und ich Lust auf noch mehr bekam.Und dann kam die Frage auf, warum dann nicht direkt ein zweites Festival, das aber auch eher für den deutschen Markt war, weil Arcen ja sehr nah an der Grenze liegt. Ein Grund ist aber auch, weil das Gelände da in Arcen einfach super schön ist und auch zu der Idee vom Elf Fantasy Fair Festival passt.
Es gibt jedes Jahr ein Motto, wie kam es zu: Mumien und Pharaonen?
Es gibt einfach so viele Menschen, die verkleidet kommen, das sind ungefähr zwei Drittel der Besucher und einige kommen zu beiden Veranstaltungen. Die Kostüme sind da teilweise so aufwendig, dass sich die Arbeit für ein Festival kaum lohnt.
Im Frühjahr beim Festival gibt es eine leichte Version des Mottos und im September dann die dunkle. Das ist sozusagen hell und dunkel, denn in Haarzuilen war das Motto „Götter und Pharaonen“ und dann haben wir überlegt, wie man das etwas düsterer gestalten kann und daraus wurde dann „Mumien und Pharaonen“. Zum Beispiel 2013 haben wir im Frühjahr „Zwerge und Hobbits“ und im September haben wir „Drachen und Hobbits“, dann eben ein wenig dunkler.
Letztes Jahr gab es die Van Helsing-Show, passend zum Motto. Müssen die Shows auf das jeweilige Motto abgestimmt sein?
Van Helsing-Show 2011 |
Das versuchen wir, aber das muss nicht so sein. Dieses Jahr haben wir als Samstagabend-Show auch wieder eine Vampirshow, was nicht wirklich zum Motto passt, aber das ist eine richtige Supershow.
Wie werden denn die Bands ausgesucht, die jedes Jahr auftreten?
Das macht mein Kollege, der eine eigene Agentur hat und der schaut sie die Bands an und guckt dann was klappen könnte. Manchmal ist es schwer für das ganze Publikum, aber Punch´n`Judy kamen in Haarzuilen im Frühjahr richtig gut an, also sind die auch in Arcen.
Wir haben jetzt acht Bands, aber die meisten sind ohnehin Walking-Acts, die dann immer mal wieder spielen. Was gut geklappt hat sind Triskele, aber die sind dieses Jahr leider nicht mit dabei.
Wie auch Triskele kommt das Bergische Ritterlager aus dem Bergischen Land. Liegt das daran, dass es einfach in der Nähe von Arcen liegt?
Nein, das ist eigentlich Zufall. Manchmal sind auch Leute aus Berlin oder sogar aus Spanien da.
Ist das Königspaar auch auf das Motto abgestimmt?
Nein, weil das jedes Jahr vom Publikum gewählt wird. Das ist einfach abhängig davon, was die Leute, die sich wählen lassen, sich ausdenken, an Kostümen und Hintergrundgeschichte. Letztes Jahr gab es den Vampirkönig, aber sonst hat das noch niemals zum Motto gepasst.
Kann sich jeder als Königspaar bewerben?
Ja, das ist das schöne daran. Wenn du richtig gut bist und was daraus machst, dann wirst du auch gewählt. Du musst dir aber was einfallen lassen, damit das 'Volk' dir vertraut. Da kann man seine Fantasie richtig spielen lassen und du kannst dann als Thema machen: Ich möchte die Elfen schützen! Oder so etwas in der Art. Und je besser die Geschichte, desto größer sind deine Chancen. Das ist Fantasiepolitik.
Wie lange gibt es das Festival schon?
Das ist jetzt das 16. Mal sein. 2001 gab es das zum ersten Mal im April und seit 2009 gibt es auch die zweite Veranstaltung im September.
Wurde das Festival von Anfang an so begeistert aufgenommen, wie es jetzt ist? War es schon immer so gut besucht?
Ja, am Anfang waren wir etwas überrascht, da waren das vielleicht 7.000 Leute und wir hatten auch gar keine Ahnung, was wir überhaupt erwartet hatten. Diese Art von Festival gab es vorher eigentlich noch gar nicht, also die Kombination von Entertainment, Musikgruppen und Verkleideten. Es ist gewachsen, wir haben zum Beispiel in Arcen jetzt rund 15.000 und in Haarzuilen knapp 25.000 Leute. Das ist auch ganz schön, weil es jedes Jahr ein bisschen wächst. Das ist nicht so sprunghaft, dass wir mal 100.000 und dann wieder nur 20.000 Besucher haben.
Es ist wie ein Virus, der sich verbreitet und immer wieder Leute ansteckt. Ein Beispiel dafür ist eine Familie aus Italien, die vor fünf oder sechs Jahren nach Haarzuilen kamen und mittlerweile mit über 100 Leuten in eigenen Bussen anreisen und das wie einen Urlaub verbringen.
Gruppe von Vampiren 2011 |

Wow, tolles Interview. Und wir von Triskehle fühlen uns geehrt und werden uns nächstes Jahr wieder bewerben.
AntwortenLöschenDanke =) ich freu mich
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