Montag, 12. November 2012

Walhalligalli in der Werkstatt



08.11.2012

'Feuerschwanz' ließ es am Donnerstag, den 08.11.12., in der Werkstatt in Köln richtig krachen. Auch die Vorband 'Cromdale' steuerte dafür einiges bei.


Die Werkstatt ist eine sehr kleine Location im Kölner Stadtteil Ehrenfeld und liegt sehr nahe an der Live Music Hall, aber dennoch war sie bis zum Bersten mit Miezen und Gladiatoren des Mets gefüllt.


Die Bühne war im Verhältnis zur Halle ebenfalls dementsprechend klein und so quetschten sich die Spielleute von 'Cromdale' zwischen Mikrophone, ihre Instrumente und der Dekoration von Feuerschwanz.


Nichtsdestotrotz lieferten sie eine grandiose Show ab, auch für diejenigen, die von Cromdale vorher noch nie was gehört hatten. Mit Sounds von Gitarre, Dudelsack und Geige bzw. Keyboard wärmten sie die Werkstatt ordentlich auf, während die Spielmänner viel Bein zeigten. Es wurde mitgeklatscht und teilweise sogar mitgesummt, bis es zu dem Lied 'I know I have to die' kam, bei dem der ganze Saal animiert wurde beim Refrain mitzusingen und eine kleine Choreographie mitzumachen. Mit Bier und viel Witz standen sie also dort und zum Schluss holten sie sich sogar Prinz Hodenherz (Dudelsack) auf die Bühne, um mit 'Drunken Sailor' ein grandioses Finale hinzulegen. Für einen letzten Lacher sorgte der Prinz dann noch, da er versuchte unter Madiels (Dudelsack) Schottenrock zu gucken.


Schnell wurde abgebaut und umgeräumt, denn Feuerschwanz hatten natürlich ihre eigene Technik und Deko dabei.


Ein Intro in Dunkelheit, zwei Gestalten in langen Mänteln betreten die Bühne und heben die Tücher von zwei Diskokugeln, die in den Scheinwerfern glitzern und funkeln. Es sind die Miezen, die das Konzert einläuten und schon geht es los.


Mit insgesamt Neunzehn Songs heizten die Feuerschwänze die Werkstatt richtig ein. Die Stimmung kochte über, besonders als ein Mann auf die Bühne geholt wurd, um die Fee beim Lied 'Wunsch ist Wunsch' zu miemen oder als die Miezen bei 'Schlammschlacht' zwei große Wasserbälle ins Publikum warfen und damit ordentlich abgefeiert wurde. Die Folge: Ein Frontscheinwerfer wurde komplett nach oben genickt, sodass eine Hälfte der Bühne so gut wie in Dunkelheit versank, was jedoch nur ein wenig Gelächter hervorrief und die Party sofort weiter ging, auch wenn es nur noch mit einer halben Beleuchtung vonstatten ging. Allerdings muss der Scheinwerfer irgendwie wieder in die richtige Position gerutscht sein, denn auf einmal stand Hauptmann Feuerschwanz (Gesang) wieder in voller Beleuchtung da.


Mit dem Song 'Met und Miezen' holten die Miezen die Metmaschine hervor und versorgte die Menge mit Met, was bei dem ein oder anderen Besucher völligen Wahnsinn oder Unmut hervorrief, denn eine Dusche aus Met war beinahe unvermeidbar, mit dem Unterschied, dass einige das super lustig fanden, andere jedoch sich dagegen heftig wehrten.


Nach dem 'Nie endenden Gelage' folgte eine Zugabe von vier Songs, deren Besonderheit es war, dass eines davon ein Medley aus mehreren alten Songs, wie 'Meister der Folter' und 'Ritterturnier' war, was die alteingesessenen Fans besonders freute, da man diese Lieder schon lange nicht mehr live gehört hatte.


Nach zwei Stunden Witz, Schweinerei und Feierei verabschiedeten sich die Feuerschwänze von der Bühne, boten jedoch eine Autogrammstunde am Merchandisingstand an, was viele auch sofort in Anspruch nahmen, da man abgesehen von diversen Mittelaltermärkten der Band selten so nah sein konnte, was nicht nur am fehlenden Fotograben in der Halle lag. Die Truppe und ihr Publikum waren eins und das ist es, was die Feuerschwanz-Konzerte ausmacht.


Wem versaute Texte, Sauferei und Schweinerei nichts ausmacht, der sollte einen Besuch der Feuerschwänze wirklich in Erwägung ziehen und das neueste Album 'Walhalligalli' nicht nur zu Hause feiern.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen