Walhalligalli in der Werkstatt
08.11.2012
'Feuerschwanz' ließ es am Donnerstag,
den 08.11.12., in der Werkstatt in Köln richtig krachen. Auch die
Vorband 'Cromdale' steuerte dafür einiges bei.
Die Werkstatt ist eine sehr kleine
Location im Kölner Stadtteil Ehrenfeld und liegt sehr nahe an der
Live Music Hall, aber dennoch war sie bis zum Bersten mit Miezen und
Gladiatoren des Mets gefüllt.
Die Bühne war im Verhältnis zur Halle
ebenfalls dementsprechend klein und so quetschten sich die Spielleute
von 'Cromdale' zwischen Mikrophone, ihre Instrumente und der
Dekoration von Feuerschwanz.
Nichtsdestotrotz lieferten sie eine
grandiose Show ab, auch für diejenigen, die von Cromdale vorher noch
nie was gehört hatten. Mit Sounds von Gitarre, Dudelsack und Geige
bzw. Keyboard wärmten sie die Werkstatt ordentlich auf, während die
Spielmänner viel Bein zeigten. Es wurde mitgeklatscht und teilweise
sogar mitgesummt, bis es zu dem Lied 'I know I have to die' kam, bei
dem der ganze Saal animiert wurde beim Refrain mitzusingen und eine
kleine Choreographie mitzumachen. Mit Bier und viel Witz standen sie
also dort und zum Schluss holten sie sich sogar Prinz Hodenherz
(Dudelsack) auf die Bühne, um mit 'Drunken Sailor' ein grandioses
Finale hinzulegen. Für einen letzten Lacher sorgte der Prinz dann
noch, da er versuchte unter Madiels (Dudelsack) Schottenrock zu
gucken.
Schnell wurde abgebaut und umgeräumt,
denn Feuerschwanz hatten natürlich ihre eigene Technik und Deko
dabei.
Ein Intro in Dunkelheit, zwei Gestalten
in langen Mänteln betreten die Bühne und heben die Tücher von zwei
Diskokugeln, die in den Scheinwerfern glitzern und funkeln. Es sind
die Miezen, die das Konzert einläuten und schon geht es los.

Mit insgesamt Neunzehn Songs heizten die
Feuerschwänze die Werkstatt richtig ein. Die Stimmung kochte über,
besonders als ein Mann auf die Bühne geholt wurd, um die Fee beim
Lied 'Wunsch ist Wunsch' zu miemen oder als die Miezen bei
'Schlammschlacht' zwei große Wasserbälle ins Publikum warfen und
damit ordentlich abgefeiert wurde. Die Folge: Ein Frontscheinwerfer
wurde komplett nach oben genickt, sodass eine Hälfte der Bühne so
gut wie in Dunkelheit versank, was jedoch nur ein wenig Gelächter
hervorrief und die Party sofort weiter ging, auch wenn es nur noch
mit einer halben Beleuchtung vonstatten ging. Allerdings muss der
Scheinwerfer irgendwie wieder in die richtige Position gerutscht
sein, denn auf einmal stand Hauptmann Feuerschwanz (Gesang) wieder in
voller Beleuchtung da.
Mit dem Song 'Met und Miezen' holten
die Miezen die Metmaschine hervor und versorgte die Menge mit Met,
was bei dem ein oder anderen Besucher völligen Wahnsinn oder Unmut
hervorrief, denn eine Dusche aus Met war beinahe unvermeidbar, mit
dem Unterschied, dass einige das super lustig fanden, andere jedoch
sich dagegen heftig wehrten.
Nach dem 'Nie endenden Gelage' folgte
eine Zugabe von vier Songs, deren Besonderheit es war, dass eines
davon ein Medley aus mehreren alten Songs, wie 'Meister der Folter'
und 'Ritterturnier' war, was die alteingesessenen Fans besonders
freute, da man diese Lieder schon lange nicht mehr live gehört
hatte.
Nach zwei Stunden Witz, Schweinerei und
Feierei verabschiedeten sich die Feuerschwänze von der Bühne, boten
jedoch eine Autogrammstunde am Merchandisingstand an, was viele auch
sofort in Anspruch nahmen, da man abgesehen von diversen
Mittelaltermärkten der Band selten so nah sein konnte, was nicht nur
am fehlenden Fotograben in der Halle lag. Die Truppe und ihr Publikum
waren eins und das ist es, was die Feuerschwanz-Konzerte ausmacht.
Wem versaute Texte, Sauferei und
Schweinerei nichts ausmacht, der sollte einen Besuch der
Feuerschwänze wirklich in Erwägung ziehen und das neueste Album
'Walhalligalli' nicht nur zu Hause feiern.
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